Macro photograph showcasing metallic drill bit penetrating aluminum surface, surrounded by scattered metal shavings and cooling liquid droplets in industrial manufacturing process.
Schunk Präzision

3D-Koordinatenmesstechnik

Bauteilprüfung im eigenen Haus in Hasselroth

Die Schunk Präzision GmbH ist CNC-Lohnfertiger in Hasselroth im Main-Kinzig-Kreis (Hessen). Die 3D-Koordinatenmesstechnik ist bei uns kein nachgelagertes Labor, sondern fester Teil der Qualitätssicherung: Maß, Form und Lage Ihrer Bauteile werden taktil gegen Zeichnung und CAD-Modell geprüft, bevor ein Teil das Haus verlässt. Dafür steht ein 3D-Koordinatenmessgerät vom Typ Hexagon Global S bereit, ergänzt um In-Prozess-Messtaster direkt in den Bearbeitungszentren. Grundlage ist ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015. Als Lohnfertiger messen wir vorrangig die Teile, die wir selbst fräsen, drehen, erodieren und schleifen.

Für einen belastbaren Prüfplan brauchen wir die bemaßte Zeichnung mit den prüfpflichtigen Merkmalen, idealerweise das 3D-Modell als STEP, die geforderten Toleranzen und Passungen sowie die gewünschte Prüfdokumentation. Für eine erste Einschätzung genügt ein Anruf unter +49 6055 9058693. Was die Koordinatenmesstechnik konkret leistet und wann sie die richtige Wahl ist, klären die folgenden Abschnitte.

Was 3D-Koordinatenmesstechnik für Ihr Bauteil bedeutet

Die 3D-Koordinatenmesstechnik erfasst die tatsächliche Geometrie eines Werkstücks als Punkte in einem räumlichen Koordinatensystem. Ein taktiler Messtaster fährt definierte Antastpunkte an, aus denen die Software Geometrieelemente wie Ebenen, Bohrungen, Zylinder oder Kegel berechnet. Aus diesen Elementen leiten sich Maße sowie Form- und Lageabweichungen ab, die direkt gegen die Vorgaben Ihrer Zeichnung gehalten werden.

Für Sie heißt das: Statt einzelner Handmessungen mit Messschieber und Bügelmessschraube entsteht ein zusammenhängendes Bild der Ist-Geometrie, in dem auch Bezüge und Lagebeziehungen auswertbar werden. Rechtwinkligkeit, die Position eines Bohrbilds, die Parallelität von Funktionsflächen oder der Verlauf einer Passung lassen sich so nachvollziehbar belegen. Sie erhalten einen objektiven Nachweis, dass ein Bauteil die geforderten Maße sowie Form- und Lagetoleranzen einhält, statt sich auf eine Sichtprüfung zu verlassen. Welche Merkmale wir prüfen und wie eng, ergibt sich aus Ihrer Zeichnung.

Wie wir Maß, Form und Lage prüfen

Am Anfang jeder Messung steht die Ausrichtung. Wir nehmen das Bauteil auf dem Messgerät auf und richten es über ein Bezugssystem aus, das den Bezügen der Zeichnung entspricht, zum Beispiel über die definierten Bezüge A, B und C. Erst wenn das Werkstück-Koordinatensystem sauber definiert ist, werden Lagetoleranzen wie Position oder Rechtwinkligkeit eindeutig vergleichbar.

Danach tastet das Messgerät die festgelegten Elemente taktil an. Aus den Messpunkten berechnet die Auswertesoftware Durchmesser, Abstände und Winkel sowie Form- und Lageabweichungen und stellt sie den Sollwerten gegenüber. Bei gekrümmten Flächen läuft ein Soll-Ist-Vergleich gegen das STEP-Modell. Das Ergebnis ist ein Messprotokoll, das jedes geprüfte Merkmal mit Sollwert, Istwert und Toleranzlage ausweist. Wie belastbar ein Messwert ist, hängt von Merkmal, Antaststrategie und Umgebungsbedingungen ab. Die Messunsicherheit weisen wir projektbezogen aus und sagen sie nicht pauschal zu.

Maß, Form und Lage: was wir am Bauteil prüfen

Die 3D-Koordinatenmesstechnik deckt die Merkmalgruppen ab, die eine technische Zeichnung vorgibt. Welche davon geprüft werden, richtet sich nach den funktionskritischen Merkmalen Ihres Bauteils.

MerkmalgruppeBeispieleWozu die Prüfung dient
MaßtoleranzenLängen, Durchmesser, Abstände, Winkel, PassmaßeNachweis, dass Funktions- und Fügemaße stimmen
FormtoleranzenEbenheit, Geradheit, Rundheit, ZylinderformBeurteilung von Dicht-, Auflage- und Führungsflächen
LagetoleranzenPosition, Parallelität, Rechtwinkligkeit, Konzentrizität, RundlaufSicherstellung, dass Elemente zueinander passen
FreiformgeometrieKonturen, gekrümmte Flächen, BohrbilderSoll-Ist-Vergleich gegen das CAD-Modell

Voraussetzung für eine eindeutige Prüfung ist eine vollständig tolerierte Zeichnung mit definierten Bezügen. Fehlen Bezüge oder ist ein Merkmal nur über die Allgemeintoleranz abgedeckt, sprechen wir das vor der Messung mit Ihnen ab. Form- und Lagetoleranzen werten wir nach den Regeln der geometrischen Produktspezifikation (GPS) aus.

Was die Prüfung in Einkauf und Konstruktion bringt

Für Konstruktion, Einkauf und Arbeitsvorbereitung liefert die Koordinatenmesstechnik vor allem belastbare Zahlen statt Annahmen. Ein Messprotokoll belegt, dass ein Funktionsmaß, eine Passung oder eine Lagetoleranz eingehalten ist, bevor das Teil in Ihre Montage geht, und lässt sich der Charge zuordnen.

Das senkt das Risiko von Reklamationen und Nacharbeit, weil Abweichungen im Haus erkannt werden und nicht erst bei Ihnen im Wareneingang oder in der Baugruppe. Lage- und Formtoleranzen, die sich von Hand kaum sauber erfassen lassen, werden nachvollziehbar geprüft, etwa die Position eines Lochbilds zu seinen Bezügen. Bei einer Erstbemusterung schafft die dokumentierte Prüfung die Grundlage für die Serienfreigabe. Bei wiederkehrenden Losen zeigt die mitlaufende Messung frühzeitig, wenn ein Prozess wegzudriften beginnt. Welche Genauigkeit im Einzelfall erreichbar ist, hängt von Bauteil, Toleranz und Antaststrategie ab und wird am konkreten Teil festgelegt. Eine pauschale Zusage ohne Kenntnis der Zeichnung wäre technisch nicht belastbar.

Auf welcher Messtechnik wir prüfen

Kern der Prüfung ist ein taktiles 3D-Koordinatenmessgerät vom Typ Hexagon Global S. Es tastet die Geometrie punktgenau an und wertet Maß-, Form- und Lagemerkmale gegen die Sollvorgaben aus. Konkrete Kennwerte wie Messvolumen oder Messunsicherheit nennen wir bauteilbezogen auf Anfrage, weil sie von Aufgabe, Antaststrategie und Umgebungsbedingungen abhängen und eine pauschale Angabe nicht belastbar wäre.

Ergänzend arbeiten In-Prozess-Messtaster direkt in unseren CNC-Fräszentren und Dreh-Fräszentren. Sie erfassen Nullpunkte, prüfen Referenzmaße und kontrollieren kritische Merkmale bereits während der Bearbeitung, sodass sich Korrekturen vornehmen lassen, bevor ein Teil die Maschine verlässt. So verbindet die Kombination aus mitlaufender Messung in der Maschine und abschließender Prüfung auf dem Koordinatenmessgerät eine schnelle Rückmeldung im Prozess mit einer unabhängigen, dokumentierten Endprüfung. Welche Maschinen wir sonst im Haus haben, zeigt der Maschinenpark. Sehr große oder schwere Teile stimmen wir vorab ab, damit Aufnahme und Prüfstrategie zum Werkstück passen.

Erstmusterprüfung und mitlaufende Serienprüfung

Die Prüfung passt sich dem Fertigungsumfang an. Bei einem Prototyp oder Erstteil steht der vollständige Nachweis im Vordergrund, dass die Zeichnung sicher umgesetzt ist. Auf Wunsch dokumentieren wir das als Erstmusterprüfung mit einem Erstmusterprüfbericht, der die geforderten Merkmale einzeln ausweist. Diese erste geprüfte Umsetzung dient als Referenz für alles Weitere.

Bei wiederkehrenden Losen verschiebt sich der Schwerpunkt auf Reproduzierbarkeit. Nach der Erstmusterfreigabe prüfen wir ausgewählte Merkmale stichprobenweise oder mitlaufend und können die Ergebnisse über SPC statistisch auswerten, um Trends früh zu erkennen. Feste Stückzahlgrenzen, Stichprobenumfänge oder Prüfintervalle legen wir nicht pauschal fest. Sie richten sich nach Toleranzlage, Prozessfähigkeit und Ihren Vorgaben. Nennen Sie uns Stückzahl, geplanten Jahresbedarf und die geforderte Prüfdokumentation, dann stimmen wir Prüffrequenz und Umfang darauf ab.

Welche Bauteile und Branchen wir prüfen

Wir prüfen vor allem die Bauteile, die wir selbst zerspanen. Dazu gehören:

  • Frästeile mit Taschen, Konturen, Bohrbildern und Freiformflächen
  • Dreh- und Dreh-Frästeile wie Wellen, Buchsen, Flansche und Aufnahmen
  • Gehäuse, Montageplatten und Vorrichtungsteile mit mehreren Bezugsflächen
  • Bauteile mit engen Passungen, Dichtflächen oder Schrägbohrungen

Typische Prüfmerkmale sind die Positionen von Lochbildern, Rechtwinkligkeit und Parallelität von Funktionsflächen, Rundlauf an Wellen sowie der Verlauf von Passungen. Angesprochen sind vor allem Kunden aus dem Maschinenbau, der Automatisierungstechnik und der Medizintechnik, also überall dort, wo Bauteile dokumentiert und reproduzierbar zusammenpassen müssen. Welche Verfahren hinter diesen Teilen stehen, zeigt die Übersicht der Fertigungsmöglichkeiten.

Welche Werkstoffe und Bauteile sich messen lassen

Die taktile Messung erfasst die Geometrie und ist weitgehend werkstoffunabhängig, weil sie die Form abtastet und nicht die Legierung. Wir prüfen Bauteile aus den Werkstoffen, die wir zerspanen, darunter Edelstahl, Werkzeug- und Vergütungsstahl, Aluminium, Kupfer, Messing und Bronze. Einen Überblick geben die Werkstoffe.

Ob ein Teil sinnvoll messbar ist, entscheidet weniger die Legierung als die Geometrie: die Zugänglichkeit der Merkmale für den Taster, Größe und Gewicht, die Steifigkeit dünnwandiger Bereiche sowie der Oberflächenzustand an den Antaststellen. Bei nachgiebigen oder empfindlichen Flächen passen wir Aufnahme und Antastung an, damit die Antastkraft das Ergebnis nicht verfälscht. Geht es um die Zusammensetzung eines Werkstoffs statt um die Geometrie, ist die Materialanalyse der richtige Weg. Beide Prüfungen ergänzen sich: Die Koordinatenmesstechnik belegt die Geometrie, die Materialanalyse den Werkstoff. Die Machbarkeit klären wir projektbezogen anhand von Zeichnung oder STEP-Modell und den geforderten Prüfmerkmalen.

Welche Prüfdokumentation Sie erhalten

Das Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015 ist die Grundlage für nachvollziehbare Dokumente. Je nach Anforderung liefern wir:

  • Messprotokoll mit Soll-, Ist- und Abweichungswerten der geprüften Merkmale
  • Erstmusterprüfbericht für die Serienfreigabe
  • SPC-Auswertungen und Fähigkeitsnachweise bei laufenden Serien

Damit ein Merkmal geprüft und dokumentiert werden kann, muss es eindeutig vorgegeben sein. Prüfpflichtige Toleranzen, Bezugsflächen, Passungen und Oberflächen gehören klar gekennzeichnet in die Zeichnung oder in die Bestellung. Merkmale, die nur pauschal beschrieben sind, können wir nicht als bestanden ausweisen. Pauschale Toleranzklassen oder Messunsicherheiten sagen wir ohne Bauteilprüfung nicht zu. Sagen Sie uns am besten schon bei der Anfrage, welche Dokumentation Sie benötigen.

Warum Messtechnik bei uns Teil der Fertigung ist

Messtechnik ist bei uns kein isolierter Endschritt. In der Maschine erfassen Messtaster kritische Maße mitlaufend, sodass die Fertigung reagieren kann, solange das Teil noch aufgespannt ist. Am Ende steht die unabhängige Prüfung auf dem Koordinatenmessgerät. Diese Rückkopplung zwischen Messung und Zerspanung sorgt dafür, dass Abweichungen früh auffallen und nicht erst am fertigen Los.

So greifen CNC-Fräsen, CNC-Drehen und Prüfung ineinander. Weil die Messtechnik im selben Betrieb steht wie die Zerspanung, wechseln Bauteile ohne Transport zwischen Fertigung und Prüfung. Für Sie bedeutet das kurze Schleifen zwischen Herstellung und Nachweis sowie eine dokumentierte Qualität, die zum Bauteil gehört.

Was im Haus läuft und was der Fertigungsverbund übernimmt

Die Koordinatenmesstechnik führen wir für unsere eigene Zerspanung vollständig im Haus in Hasselroth aus, auf der Hexagon Global S und mit den In-Prozess-Messtastern. Braucht ein Auftrag mehr, etwa Großteilfertigung oder Schweißtechnik, kommt diese Fertigung aus unserem zertifizierten Fertigungsverbund. Dabei gilt eine klare Zuordnung: Die Partnerleistung ist keine Eigenleistung der Schunk Präzision GmbH.

Die technische Freigabe erfolgt projektbezogen, und die zugehörige Prüfung oder Dokumentation stimmen wir für das jeweilige Bauteil ab. Partnerleistungen weisen wir getrennt von unserer Eigenleistung aus. Bestellung und Abrechnung laufen dennoch bei uns, Sie haben einen festen Ansprechpartner für den gesamten Vorgang. Mehr dazu auf der Seite Großteilfertigung und Schweißtechnik.

So fragen Sie eine Prüfung an

Der Weg von der Anfrage zum Messprotokoll läuft in klaren Schritten:

  1. Unterlagen sichten: Zeichnung, Modell und die gekennzeichneten Prüfmerkmale
  2. Prüfumfang und Prüfstrategie festlegen, Angebot erstellen
  3. Ausrichtung und Bezugssystem nach Zeichnung definieren
  4. Messung auf dem Koordinatenmessgerät, bei Serien ergänzt um die mitlaufende Prüfung
  5. Auswertung, Messprotokoll und Freigabe

Damit das Angebot belastbar ist, helfen uns folgende Angaben:

  • bemaßte PDF-Zeichnung und, wenn vorhanden, das 3D-Modell als STEP oder STL
  • Werkstoff mit Norm oder Werkstoffnummer
  • Stückzahl und geplanter Jahresbedarf
  • kritische Toleranzen, Passungen und Oberflächen, soweit enger als die Allgemeintoleranz
  • Bezugssystem und besondere Prüfvorgaben
  • gewünschte Prüfdokumentation (Messprotokoll, Erstmusterprüfbericht, SPC)
  • Wunschtermin und Kennzeichnungsvorgaben, sofern Bestandteil des Auftrags

Schicken Sie uns Ihre Anfrage über das Anfrageformular oder per E-Mail an info@schunk-cnc.com. Für Rückfragen erreichen Sie die Produktion unter +49 6055 9058693.

Schunk Präzision GmbH
Produktion: Senefelderstraße 4b, 63594 Hasselroth
Verwaltung: Conradusweg 3, 63571 Gelnhausen
Telefon: +49 6055 9058693
E-Mail: info@schunk-cnc.com

Industry - Automotive Manufacturing

Wir sind flexibel und schnell.

Schunk Präzision GmbH
Conradusweg 3
63571 Gelnhausen

Telefon: +49 6051 5388848
‍E-Mail: info@schunk-cnc.com
Download Broschüre

    Wir melden uns umgehend bei Ihnen! Rufen Sie uns an unter +49 6055 9058693

    FAQ zur 3D-Koordinatenmesstechnik

    Was prüft die 3D-Koordinatenmesstechnik genau?
    Sie prüft Maß, Form und Lage eines Bauteils gegen Zeichnung und CAD-Modell: Längen, Durchmesser und Winkel ebenso wie Form- und Lagetoleranzen wie Ebenheit, Position, Rechtwinkligkeit oder Rundlauf. Ein taktiler Messtaster erfasst die Geometrie als Messpunkte, aus denen die Software die Ist-Werte berechnet und den Sollwerten gegenüberstellt. Welche Merkmale geprüft werden, ergibt sich aus der freigegebenen Zeichnung.
    Auf welchem Messgerät messen Sie?
    Bekomme ich ein Messprotokoll oder eine Erstmusterprüfung?
    Wie genau können Sie messen und welche Toleranzen sind prüfbar?
    Können Sie Freiformflächen gegen das CAD-Modell prüfen?
    Spielt der Werkstoff für die Messung eine Rolle?
    Prüfen Sie auch große Bauteile oder Teile, die Sie nicht selbst gefertigt haben?
    Was brauchen Sie von mir für eine belastbare Prüfung?
    Schunk CNC
    Datenschutz-Übersicht

    Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.