
Die Schunk Präzision GmbH schleift als CNC-Lohnfertiger in Hasselroth (Main-Kinzig-Kreis, Hessen, Rhein-Main-Gebiet) Präzisionsbauteile auf enge Maß-, Form- und Lagetoleranzen und feine Oberflächen. Das Präzisionsschleifen läuft inhouse: Flachschleifen für ebene, planparallele Flächen und Rundschleifen im Außen- und Innenrund für zylindrische Bauteile, Wellen und Bohrungen. Geschliffen wird meist als Finish, oft nach dem Härten, wenn Fräsen oder Drehen die geforderte Maß-, Form- und Oberflächengüte allein nicht mehr sicher erreichen. Dahinter stehen über 30 Jahre Fertigungserfahrung und ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2015. Für ein belastbares Angebot brauchen wir die Zeichnung und das STEP-Modell, den Werkstoff samt Zustand (etwa gehärtet und die erreichte Härte), die kritischen Toleranzen und Oberflächen sowie Stückzahl und Jahresbedarf. Rufen Sie uns an: +49 6055 9058693.
Schleifen ist ein spanendes Feinbearbeitungsverfahren mit geometrisch unbestimmter Schneide. Statt einer definierten Schneide wie beim Fräser oder Drehmeißel trägt eine rotierende Schleifscheibe mit vielen feinen, unregelmäßig verteilten Schleifkörnern sehr kleine Späne ab. Genau dadurch erreicht das Schleifen engere Maß- und Formtoleranzen und feinere Oberflächen, als Drehen oder Fräsen allein sicher liefern. Weil die Körner den Werkstoff in sehr kleinen Spanungsquerschnitten abtragen, bleiben die Kräfte auf das Bauteil gering, und die Randzone lässt sich schonend und maßgenau bearbeiten.
Für Ihr Bauteil heißt das: Funktionsflächen, Passungen und Dichtflächen bekommen genau die Genauigkeit und Oberfläche, die Montage und Funktion verlangen, und zwar im letzten Bearbeitungsschritt, nachdem der Verzug aus dem Härten bereits eingetreten ist. Auch hochfeste und gehärtete Werkstoffe, die sich zerspanend kaum noch bearbeiten lassen, sind schleifbar. Entscheidend ist dabei selten das ganze Teil, sondern die wenigen kritischen Merkmale: eine planparallele Auflage, ein Passungsdurchmesser, ein Lagersitz, eine Dichtkante. Genau diese Merkmale bringt das Schleifen aufs Endmaß. Welche der beiden Grundformen Sie brauchen, Flachschleifen für ebene oder Rundschleifen für zylindrische Flächen, klären die folgenden Abschnitte.
Beim Schleifen rotiert die Schleifscheibe mit hoher Schnittgeschwindigkeit. Die gebundenen Schleifkörner wirken als kleine Schneiden und tragen den Werkstoff in geringer Zustellung ab, meist in mehreren Überläufen bis zum Schlichten. Kühlschmierstoff führt Wärme und Abrieb ab und hält die Randzone des Bauteils stabil. Gerade beim Schleifen gehärteter Teile begrenzen wir den Wärmeeintrag gezielt, damit die Randzone unbeschädigt bleibt.
Beim Flachschleifen wird das Werkstück auf dem Maschinentisch aufgespannt, häufig über eine Magnetspannplatte oder eine Vorrichtung, und die Scheibe überschleift die ebene Fläche. So entstehen planparallele Flächen mit definierter Ebenheit und Parallelität. Beim Rundschleifen rotiert das Werkstück um seine Achse, während die Scheibe zugestellt wird: außen für zylindrische Außenflächen wie Wellen und Zapfen, innen für Bohrungen und Innensitze. Die Aufspannung, die Wahl und das Abrichten der Schleifscheibe sowie die Zustellstrategie legen wir je Bauteil fest. Ob ein Merkmal geschliffen werden muss oder eine gedrehte beziehungsweise gefräste Fläche die Zeichnungsvorgabe schon erfüllt, entscheidet die geforderte Toleranz und Oberfläche.
Viele Präzisionsbauteile werden gehärtet, um Verschleiß und Belastung standzuhalten. Beim Härten verzieht sich das Bauteil jedoch, Maße wandern und Flächen verlaufen sich, weil sich Gefüge und Spannungen verändern. Dieser Härteverzug lässt sich nicht vermeiden, wohl aber korrigieren. Zudem stoßen zerspanende Verfahren bei hoher Härte an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Schleifen an: Es trägt den Härteverzug ab und bringt Funktionsflächen und Passungen zurück auf das Endmaß und auf die geforderte Oberfläche.
Die typische Prozesskette lautet deshalb Weichbearbeitung, Härten, Schleifen. Wir drehen und fräsen das Bauteil zunächst mit Aufmaß durch CNC-Drehen und CNC-Fräsen, das Härten übernimmt ein spezialisierter Härtebetrieb, und anschließend schleifen wir die maßkritischen Merkmale fertig. Welche Merkmale nach dem Härten geschliffen werden und welches Aufmaß die Vorbearbeitung dafür stehen lassen muss, legen wir projektbezogen anhand Ihrer Zeichnung fest. Ohne diesen Schritt bliebe ein gehärtetes Teil an den kritischen Merkmalen oft außerhalb der Passungs- und Formtoleranz. Den Härte- und Wärmebehandlungszustand sowie die Sollhärte sollten Sie deshalb in der Anfrage angeben. Ist der Werkstoffzustand unklar, sichern wir ihn vorab über unsere Materialanalyse ab, etwa mit einer Härteprüfung.
Für Konstruktion, Einkauf und Arbeitsvorbereitung zählt, was am fertigen Teil messbar besser wird. Der Nutzen des Schleifens liegt in der Endgenauigkeit:
Wie eng die Toleranz und wie fein die Oberfläche im Einzelfall werden, hängt von Geometrie, Werkstoff, Härte und Aufspannung ab. Die maßgeblichen Werte übernehmen wir aus Ihrer Zeichnung und bestätigen sie im Angebot, statt pauschale Güteversprechen zu machen, die ohne die konkrete Geometrie und den Werkstoffzustand technisch nicht belastbar wären.
Welche Schleifart infrage kommt, entscheiden die Lage der Funktionsflächen und die geforderte Toleranz. Grob unterscheiden wir zwei Verfahren, die wir inhouse abdecken:
| Verfahren | Bearbeitete Flächen | Typische Bauteile | Maßgebliche Kennwerte |
|---|---|---|---|
| Flachschleifen | Ebene, planparallele Flächen | Auflage- und Führungsflächen, Platten, Leisten, Werkzeugkomponenten | Ebenheit, Parallelität, Dicke |
| Rundschleifen außen | Zylindrische Außenflächen | Wellen, Bolzen, Lager- und Passungssitze | Durchmesser, Rundheit, Rundlauf, Zylinderform |
| Rundschleifen innen | Zylindrische Innenflächen | Bohrungen, Sitze, Buchsen | Durchmesser, Rundheit, Rundlauf |
In der Praxis wird selten das gesamte Teil geschliffen. Meist sind es die wenigen Merkmale, die eine engere Toleranz oder eine feinere Oberfläche brauchen als der Rest. Ebene Bezugs- und Dichtflächen laufen über das Flachschleifen, zylindrische Sitze und Wellen über das Außenrundschleifen, Bohrungen und Buchsen über das Innenrundschleifen. Manche Bauteile brauchen mehrere Schleifoperationen, etwa eine plane Anlagefläche und einen runden Passsitz am selben Teil. Welche Kombination, Reihenfolge und Aufspannung sinnvoll und wirtschaftlich ist, legen wir anhand der Zeichnung und der Bezugsflächen fest, zusammen mit den nötigen Aufmaßen für die Vorbearbeitung.
Flach- und Rundschleifen führen wir inhouse in Hasselroth aus, eingebettet in unseren Dreh-, Fräs- und Messmaschinenpark. Anders als bei den Dreh-Fräszentren veröffentlichen wir für das Schleifen bewusst keine pauschalen Arbeitsraumwerte, weil die maßgeblichen Grenzen stark vom Bauteil abhängen.
Die entscheidenden Kenngrößen wie Schleiflänge, Werkstückdurchmesser, mögliche Aufspannung und Werkstückgewicht nennen wir bauteilbezogen auf Anfrage, sobald uns Zeichnung oder STEP-Datei vorliegen. So sagen wir Ihnen verbindlich, ob und wie wir Ihr Teil schleifen, statt mit Katalogwerten zu arbeiten, die Ihr konkretes Bauteil nicht abbilden. Weil dieselbe Zeichnung die ganze Kette steuert, bleiben die Bezugsflächen vom Drehen und Fräsen bis zum fertig geschliffenen Merkmal konsistent, und Sie haben einen Ansprechpartner statt getrennter Lieferanten mit getrennten Schnittstellen, an denen Aufmaß, Bezüge und Toleranzen verloren gehen. Wie das Schleifen mit unseren übrigen Verfahren zusammenspielt, zeigt der Maschinenpark.
Geschliffen werden bei uns vor allem die funktionskritischen Merkmale von Präzisionsbauteilen. Typisch sind:
Häufig ist nur ein Teil der Merkmale eines Bauteils schleifrelevant, während die übrigen Flächen aus dem Drehen oder Fräsen kommen. Zu unseren Zielbranchen gehören der Maschinen- und Anlagenbau, die Automatisierungstechnik und die Medizintechnik, also Bereiche, in denen Passgenauigkeit, definierte Oberflächen und dokumentierte Qualität zählen. Angesprochen sind Konstruktion, Einkauf und Arbeitsvorbereitung gleichermaßen: die Konstruktion, weil das Schleifen die kritischen Toleranzen und Oberflächen absichert; der Einkauf, weil Vor- und Fertigbearbeitung im selben Haus die Schnittstellen reduzieren; die Arbeitsvorbereitung, weil Bezüge und Prüfmerkmale durchgängig geplant sind. Welche Bearbeitungen wir darüber hinaus kombinieren, zeigt die Übersicht der Fertigungsmöglichkeiten.
Das Schleifen spielt seine Stärke besonders bei harten und hochfesten Werkstoffen aus, die sich zerspanend kaum noch in die geforderte Genauigkeit bringen lassen. Am häufigsten schleifen wir gehärtete und vergütete Stähle, Werkzeugstahl und Edelstahl, dazu weitere metallische Werkstoffe je nach Aufgabe. Eine pauschale Werkstoffliste als Werbeversprechen führen wir bewusst nicht, weil die Schleifbarkeit stark vom Zustand abhängt, vor allem von Härte, Gefüge und Halbzeug.
Die Machbarkeit prüfen wir projektbezogen anhand der Werkstoffbezeichnung mit Norm oder Werkstoffnummer, des Liefer- und Wärmebehandlungszustands, der Geometrie, der Toleranzen und der Stückzahl. Ist der Werkstoff oder sein Zustand unklar, klären wir das über unsere Materialanalyse, etwa mit einer Härteprüfung. Einen Überblick über die Werkstoffe, die wir zerspanend und schleifend bearbeiten, finden Sie unter Werkstoffe.
Wir schleifen Einzelteile, Prototypen sowie Klein- und Serienlose. Feste Stückzahlgrenzen legen wir bewusst nicht pauschal fest, weil sie ohne Kenntnis von Geometrie, Toleranzen und Werkstoff wenig aussagen. Beim Einzelteil und beim Prototyp steht die sichere Umsetzung der Zeichnung im Vordergrund: Der Verzug wird gemessen, das Aufmaß gezielt abgetragen, das Merkmal auf Endmaß gebracht.
Bei wiederkehrenden Losen zählt die Reproduzierbarkeit. Eine definierte Aufspannung, festgelegte Schleif-, Abricht- und Prüffolgen sowie stabile Bezüge sorgen dafür, dass jedes Teil im selben Toleranzfenster liegt. Damit wir den passenden Weg und die passende Kalkulation wählen, nennen Sie uns bitte die Stückzahl und den geplanten Jahresbedarf. So lässt sich entscheiden, ob eine Einzelfertigung, eine Kleinserie oder eine wiederholgenaue Serie die wirtschaftlichste Lösung ist.
Unser Qualitätsmanagement ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Beim Schleifen zählen neben dem Maß vor allem Form und Lage: beim Flachschleifen Ebenheit, Parallelität und Dickenmaß, beim Rundschleifen Durchmesser, Rundheit, Rundlauf und Zylinderform, dazu die Oberflächenangaben. Diese Merkmale kontrollieren wir prozessbegleitend während der Bearbeitung und werten sie abschließend auf der 3D-Koordinatenmesstechnik mit unserer Hexagon Global S aus. So ist nachvollziehbar, mit welchem Prüfmittel welches Merkmal erfasst wurde. Auf Wunsch dokumentieren wir die Prüfung, etwa als Erstmusterprüfbericht oder Messprotokoll.
Damit die Prüfung eindeutig ist, müssen die prüfpflichtigen Merkmale, Toleranzen, Passungen und Oberflächenangaben klar in Zeichnung und Bestellung stehen, einschließlich der Bezüge, auf die sich Form- und Lagetoleranzen beziehen. Pauschale Toleranz- oder Gütezusagen ohne Bauteilprüfung geben wir nicht, weil sie ohne die konkrete Geometrie und den Werkstoffzustand nicht belastbar wären. Was geprüft und dokumentiert werden soll, legen wir vorab gemeinsam fest.
Das Präzisionsschleifen und die zugehörige Zerspanung erbringen wir vollständig inhouse in Hasselroth. Geht ein Projekt darüber hinaus, etwa bei sehr großen Bauteilen, beim Großteilfräsen oder bei Schweißtechnik, ziehen wir unseren zertifizierten Fertigungsverbund hinzu. Dabei gelten vier feste Regeln:
So bleibt die Verantwortung klar zugeordnet und die Herkunft jeder Leistung nachvollziehbar, und Sie erhalten die Bearbeitung aus einer Hand. Welche Leistungen der Verbund abdeckt, steht auf der Seite Großteilfertigung und Schweißtechnik.
Der Ablauf ist bei uns durchgängig geplant und für Sie nachvollziehbar:
Für ein belastbares Angebot brauchen wir:
Schicken Sie uns Ihre Anfrage über das Anfrageformular oder per E-Mail an info@schunk-cnc.com. Für Rückfragen erreichen Sie die Produktion unter +49 6055 9058693.
Schunk Präzision GmbH
Produktion und Lieferadresse: Senefelderstraße 4b, 63594 Hasselroth
Telefon: +49 6055 9058693
E-Mail: info@schunk-cnc.com
